Krafttraining

Verstärkung körperlicher Strukturen

Training und gesundheitswirksame Bewegung sind essentieller Bestandteil in der Prävention und Therapie zahlreicher internistischer, psychiatrischer und muskuloskelettaler Erkrankungen.

Die Phrase „exercise as medicine“ lesen wir zunehmend in der Literatur. Diese Phrase wird durch empirische, klinische Forschung gestützt und ist somit wörtlich zu verstehen.
In den letzten Jahren ist die Wichtigkeit von Krafttraining zunehmend in den Vordergrund gerückt. Dies spiegelt sich u.a. in den aktualisierten (inter-)nationalen Bewegungsempfehlungen wider.

 

Inhalt:

Im Seminar werden Erkenntnisse der empirischen Forschung erörtert und Krafttraining als Grundlage motorischer Grundfertigkeiten, wie z.B. Ausdauer oder Koordination, besprochen – sowie unmittelbar zur Anwendung gebracht!

Die körperliche konditionelle Fähigkeit „Kraft“ ist eine Größe, die immer fertigkeitsabhängig ist. Man besitzt nicht einfach Kraft; man besitzt Kraft immer nur in einer spezifischen, trainierten Fertigkeit. Jedes Gewebe, welches diese Fertigkeit in irgendeiner Weise unterstützt, muss ebenfalls kraftfähiger werden, um den gewünschten Output zu gewährleisten. Sei es nun der myofasziale Apparat, die belasteten Knochen- und Gelenkstrukturen oder das zentrale Nervensystem.

Um physikalisch in einer bestimmten Bewegung Kraft zu generieren, muss jedes daran beteiligte Gewebe stark genug sein, um diese zu erzeugen oder abzuleiten. Wir brauchen uns also nur die Bewegung aussuchen, in welcher wir kraftfähig sein wollen und über biomechanische Gesetzmäßigkeiten wie Kraftfluss, Drehmomente und kinetische Ketten Bescheid wissen, um zu erkennen, welche körperliche Strukturen wir dadurch nun kraftvoller gestalten und an höhere Belastungen anpassen.

Im Rahmen des Seminars wird am Ende eines jeden Inhaltsblocks der Bezug zur Physiotherapie und zu konkreten PatientInnen hergestellt.

 

Ziel:

Am Ende des Seminars wissen die TeilnehmerInnen über die Umsetzung der "Verstärkung von körperlichen Strukturen“ Bescheid und kennen die Antworten auf Fragen wie:

  • Welche Übungen sind in einfachem Setting durchzuführen?
  • Was sind die zu Grunde liegenden (Ausführungs-)Prinzipien von Kniebeugen, Bankdrücken, Kreuzheben, Schulterdrücken und Klimmzüge und wie kann ich auf einfachstem Wege die individuell perfekte Technik erkennen?
  • Wie hoch sind die notwendigen Reize und welche Ausprägungen haben die anderen Belastungsvariablen wie Volumen, Frequenz und Pausenzeiten, um Anpassungen zu erzeugen?
  • Wie kann das neu gewonnene Wissen in die physiotherapeutische Praxis integriert werden?

Das Verständnis der Biomechanik der Übungen in Zusammenhang mit den physiologischen Grundlagen der Trainingsplanung macht sie zu BelastungsspezialistInnen; der Bezug zur Physiotherapie zu effizienten PraktikerInnen.

 

Methode:

  • Das Seminar teilt sich zu gleichen Teilen in Theorie und Praxis.
  • Sie lernen und wenden das Gelernte sofort an.
  • Während der Krafttraining-Fachexperte Alexander Pürzel die trainingswissenschaftliche und biomechanische Theorie und Praxis darbietet, stellt der Physiotherapeut Christoph Thalhamer durch PatientInnenbeispiele den Transfer in physiotherapeutische Praxis dar